OTTOCOLL ALLBERT ist ein 1K-Hybrid-Polymer-Klebstoff auf STP-Basis für den Innen- und Außenbereich. Die Anfangshaftung liegt bei rund 200 kg/m² – hoch genug, dass geklebte Bauteile in der Regel ohne zusätzliche Fixierung an Ort und Stelle bleiben. Damit entfällt der Arbeitsschritt, der beim Kleben senkrechter Flächen sonst am meisten Zeit kostet: Abstützen, Verkeilen, Warten. Der Klebstoff härtet elastisch aus, gleicht Bewegungen zwischen den Bauteilen aus und ist silikonfrei sowie isocyanatfrei.
Für den Trockenbau liegt eine TÜV-SÜD-Zertifizierung für die schraubenlose Montage von UW-Profilen samt der zugehörigen Klebefestigkeiten vor. Die VHT GmbH hat die Eignung zur Klebung von Trockenbauprofilen nach DIN 18183-1 und DIN 4103-1 geprüft. Hinzu kommt eine Prüfung der Luftschalldämmung nach DIN EN ISO 10140-2:2021-09 durch das PfB Prüfzentrum für Bauelemente, die gegenüber der konventionellen Bauweise einen erhöhten Schallschutz ausweist. Geklebte Anschlussprofile bedeuten außerdem: keine Bohrlöcher in Estrich, Fliesenspiegel oder Fertigteildecke – relevant überall dort, wo Abdichtungsebenen oder Fußbodenheizungen nicht verletzt werden dürfen.
Der Klebstoff haftet auf Holz und Holzwerkstoffen, Metall und Metallbeschichtungen, beschichteten Gläsern und Spiegeln, Kunststoffen mit Ausnahme von PE und PP, Beton und zementären Werkstoffen, Fliesen und Keramik, Ziegel und Klinker, Naturstein, Hartschaumplatten aus EPS und XPS, Gipsfaser- und Gipskartonplatten sowie auf Glas ohne UV-Belastung. Auch feuchte Untergründe sind kein Ausschlusskriterium. Typische Anwendungen sind neben dem Ständerwerk das Verkleben von Wandverkleidungs- und Dekorplatten im Sanitär-, Küchen- und Gastrobereich sowie in Kühlzellen.
Die Haftflächen müssen sauber, staub- und fettfrei sowie tragfähig sein. Trennmittel, Konservierungsmittel, Öl, Wasser und Reste alter Kleb- oder Dichtstoffe sind vorher zu entfernen. Nicht-poröse Untergründe werden mit einem geeigneten Reiniger und einem flusenfreien Tuch gesäubert, poröse mechanisch von losen Partikeln befreit, etwa mit Stahlbürste oder Schleifscheibe. Die Verarbeitungstemperatur liegt zwischen +5 °C und +40 °C. Beim flächigen Kleben dampfdichter Materialien wird der aufgetragene Klebstoff mit wenig Wasser aus einer Sprühflasche befeuchtet, damit die Aushärtung nicht ins Stocken gerät. Beim Fügen sorgt kräftiges Andrücken für vollflächigen Verbund; Lufteinschlüsse in der Klebfuge sind zu vermeiden.
Die Hautbildungszeit beträgt bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte rund 10 Minuten, die Durchhärtung in 24 Stunden etwa 3 mm. Die Shore-A-Härte liegt bei etwa 60, die Zugfestigkeit bei rund 2,7 N/mm², die Reißdehnung bei etwa 150 %. Temperaturbeständig ist der ausgehärtete Klebstoff von −40 °C bis +100 °C, kurzfristig über 90 Minuten bis +150 °C. Für die Auslegung der Klebefläche bei Klebungen ohne Lastabtrag gilt eine maximal zulässige Spannung von 0,01 N/mm².
Beim Verkleben von Spiegeln und lackiertem Glas wird der Klebstoff niemals punktförmig, sondern in senkrechten Streifen von höchstens 200 mm Länge aufgetragen. Pro Quadratmeter Glas sind mindestens drei Streifen vorzusehen, deren Breite nach dem Anpressen 10 mm nicht überschreitet und deren Abstand untereinander mindestens 200 mm beträgt – nur so bleibt die für die Aushärtung nötige Luftzirkulation erhalten. Die Klebschichtstärke sollte 2 bis 4 mm betragen, der Mindestabstand zwischen Spiegel und Untergrund 1,6 mm, praktikabel über aufgeklebte Abstandshalter. Pro Kilogramm Glasgewicht sind mindestens 100 cm² Haftfläche erforderlich. Die vollen Festigkeitswerte liegen frühestens nach 48 Stunden vor. Geklebt werden dürfen nur Spiegel, deren Reflexions- und Schutzschicht der DIN EN 1036 entsprechen.
Der Klebstoff ist nach EMICODE EC 1 Plus als sehr emissionsarm eingestuft und geruchsarm in der Verarbeitung; nach dem Aushärten ist er geruchlos. Eine Unbedenklichkeitserklärung der ISEGA bescheinigt die Eignung für den Einsatz im lebensmittelnahen Bereich – ein Punkt, der bei Gastro-, Küchen- und Kühlzellenausbau regelmäßig nachgefragt wird. Das Brandverhalten ist nach EN 13501 in Klasse E eingestuft. Der SHI-Produktpass des Sentinel Holding Instituts liefert die Einstufung für DGNB, QNG, BNB, BREEAM und die EU-Taxonomie.
Der ausgehärtete Klebstoff lässt sich überstreichen und überlackieren; eine Überarbeitung mit Beschichtungsstoffen ist je nach Klima und Anstrichart ab etwa einer Stunde möglich. Die Verträglichkeit zwischen Beschichtung und Klebstoff ist vorab zu prüfen, da oxidativ härtende Anstriche wie Alkydharzlacke die Trocknung verzögern oder verhindern können und rein mineralische Anstriche wegen ihrer Sprödigkeit zum vollflächigen Überstreichen nicht geeignet sind. Gelagert wird trocken bei unter 60 % relativer Luftfeuchte und Temperaturen zwischen +15 °C und +25 °C; die Lagerstabilität beträgt ab Herstellung 12 Monate. Bei längerer Lagerung ab 30 °C kann die Anfangshaftung nachlassen. Vor jeder Anwendung ist eine Probeverarbeitung zu empfehlen.
Die weiße Ausführung eignet sich überall dort, wo der Klebstoff nach der Montage sichtbar bleibt oder an helle Bauteile angrenzt – etwa bei weißen Dekor- und Wandverkleidungsplatten, hellen Sockelleisten oder Kabelkanälen. Farbtöne können durch hohe Temperaturen, Chemikalien, Dämpfe oder UV-Strahlung beeinträchtigt werden; auf die Produkteigenschaften hat das keinen Einfluss. Verfügbar ist der Klebstoff außerdem in Grau und Schwarz.
Die tatsächliche Anfangshaftung variiert je nach Material und Auftragsweise deutlich. Bei schweren Spiegeln kann eine Vorfixierung mit Klötzen, Keilen oder wieder entfernbaren Klebebändern sinnvoll sein. Die vollen Festigkeitswerte liegen frühestens nach 48 Stunden vor.
Ergänzend hat die VHT GmbH die Eignung zur Klebung von Trockenbauprofilen nach DIN 18183-1 und DIN 4103-1 geprüft. Eine Prüfung der Luftschalldämmung nach DIN EN ISO 10140-2:2021-09 weist gegenüber der konventionellen Bauweise erhöhten Schallschutz aus.
Für Glas gilt die Eignung nur ohne UV-Belastung. Für Kupfer unter UV- oder Temperatureinwirkung ist der Klebstoff ebenfalls nicht vorgesehen. Bei mineralischen Untergründen und unbehandeltem Holz ist im Spiegelbau eine Grundierung zwingend erforderlich, unter anderem zur Absperrung der Alkalität.
Die Haftflächen müssen dennoch sauber, staub- und fettfrei sowie tragfähig sein. Beim flächigen Kleben dampfdichter Substrate empfiehlt sich sogar, den aufgetragenen Klebstoff mit wenig Wasser zu befeuchten, da Feuchtigkeitszufuhr die Aushärtung beschleunigt.
Pro Quadratmeter sind mindestens drei Streifen erforderlich, Streifenbreite nach dem Anpressen höchstens 10 mm, Abstand untereinander mindestens 200 mm. Die Klebschichtstärke soll 2 bis 4 mm betragen, der Mindestabstand zum Untergrund 1,6 mm. Pro Kilogramm Glasgewicht sind mindestens 100 cm² Haftfläche vorzusehen.
Die Verträglichkeit muss vorab geprüft werden. Oxidativ härtende Anstriche wie Alkydharzlacke können Trocknung und Aushärtung verzögern oder verhindern. Rein mineralische Anstriche sind wegen ihrer Sprödigkeit zum vollflächigen Überstreichen nicht geeignet.
Empfohlen wird die Lagerung im ungeöffneten Originalgebinde, trocken bei unter 60 % relativer Luftfeuchte und zwischen +15 °C und +25 °C. Bei längerer Lagerung ab 30 °C kann die Anfangshaftung nachlassen. Das konkrete Aufbrauchdatum steht auf dem Gebinde.