Die häufigste Ursache für eine gerissene Silikonfuge ist nicht der Dichtstoff. Es ist der Querschnitt. Eine Fuge, die zu schmal geplant oder zu tief ausgespritzt wurde, kann die Bewegung des Bauteils nicht aufnehmen — und reißt an der schwächsten Stelle auf, meist an der Flanke.
Blassgrau 11 ist bei AKEMI einer der hellen Grautöne der Serie. Die Werte, auf die es bei der Ausführung ankommt, gelten für alle Farbtöne des Sanitärsilicons gleichermaßen — hier stehen sie im Mittelpunkt.
AKEMI® Sanitärsilicon ist ein spezieller Dichtstoff für Dehnungs- und Anschlussfugen im Küchen-, Wohn- und Sanitärbereich bei keramischen Fliesen. Freigegeben für innen und außen. Ausgezeichnete und dauerhafte Haftung auf unporösen silikatischen Werkstoffen: Glas, glasierte Keramik, Fliesen, Glaskeramik, Emaille, Porzellan.
Mindestfugengröße 5 x 3 mm (Breite x Tiefe). Das ist die Untergrenze des Herstellers, keine Empfehlung. Darunter ist der Dichtstoffquerschnitt zu gering, um Bewegung elastisch aufzunehmen.
Zulässige Gesamtverformung 20 %. Die Fuge darf sich um bis zu 20 % ihrer Breite verformen. Praktisch heißt das: Die erwartete Bewegung des Bauteils bestimmt die Fugenbreite, nicht die Optik. Wer mit 4 mm Breite arbeitet, hat rechnerisch 0,8 mm Spielraum — bei einer Wanne, die sich beim Befüllen setzt, ist das schnell aufgebraucht.
3-Flankenhaftung vermeiden. Haftet der Dichtstoff auch am Fugengrund, kann er sich nicht frei dehnen und reißt. Deshalb bei tieferen Fugen eine Hinterfüllschnur einlegen: geschlossenzellige PE-Fugenschnüre bei Feuchtraumanwendungen und im Außenbereich, ansonsten offenzellige PUR-Fugenschnüre.
Die Elastizitätswerte im Überblick. Shore A Härte ~22, Modul (DIN EN ISO 8339) 0,44 N/mm², Bruchspannung ~0,7 N/mm², Bruchdehnung ~180 %. Das Produkt ist nach EN 15651-4 als PW20LM Ext.-Int. klassifiziert — LM steht dabei für den niedrigmoduligen Typ, der die Bewegung mit geringer Rückstellkraft aufnimmt und die Flanken entsprechend weniger belastet.
Und der Rest ist Handwerk: Flanken trocken, Kontaktflächen fett- und staubfrei, Verarbeitung zwischen +5 °C und +35 °C, Glätten innerhalb von 10 bis 15 Minuten.
| Farbton | blassgrau 11 (AKEMI Art.-Nr. 40011) |
| Gebinde | 1K-Kartusche, 310 ml |
| System | acetatvernetzend |
| Zulässige Gesamtverformung | 20 % |
| Verarbeitungstemperatur | +5 °C bis +35 °C |
| Temperaturbeständigkeit | -50 °C bis +180 °C |
| Hautbildungszeit (23 °C, 50 % RLF) | ca. 15 Minuten |
| Aushärtung (23 °C, 50 % RLF) | ca. 2 mm pro 24 Std. |
| Shore A Härte / Modul | ~22 / 0,44 N/mm² |
| Lagerung | +5 °C bis +25 °C, ungeöffnet mind. 24 Monate |
Vollständige Kennwerte, Prüfnormen und Verarbeitungshinweise: siehe Technisches Merkblatt des Herstellers.
| Fugenbreite x Fugentiefe | lfm. je Kartusche |
|---|---|
| 5 x 5 mm | 12 |
| 10 x 10 mm | 3 |
| 15 x 10 mm | 2 |
| 20 x 15 mm | 1 |
Ausführliche Gebrauchsanweisung im Technischen Merkblatt des Herstellers.
Nur für den professionellen Gebrauch. Nicht geeignet für poröse, saugfähige Untergründe wie Natur- und Kunststein — Gefahr der Randzonenverfärbung. Für Naturstein führt AKEMI eigene, neutralvernetzende Produkte.
EN 15651-3 (XS1) · EN 15651-4 (PW20LM Ext.-Int.) · GEV EMICODE® EC1PLUS · VOC Frankreich Emissionsklasse A+ · REACH-konform (EG Nr. 1907/2006) · IVD-Merkblätter 3-1 und 14.
Sanitär Silikon Akemi transparent 01 (Art.-Nr. 16255) · Sanitär Silikon Akemi weiß 02 (Art.-Nr. 16256) · Sanitär Silikon Akemi silbergrau 05 (Art.-Nr. 16259) · Sanitär Silikon Akemi hellgrau 12 (Art.-Nr. 16265) · Sanitär Silikon Akemi flanellgrau 15 (Art.-Nr. 16268) · Sanitär Silikon Akemi steingrau 17 (Art.-Nr. 16270) · Sanitär Silikon Akemi sanitärgrau 18 (Art.-Nr. 16271) · Sanitär Silikon Akemi grau 22 (Art.-Nr. 16275) · Sanitär Silikon Akemi anthrazit 23 (Art.-Nr. 16276) · Sanitär Silikon Akemi wolkengrau 74 (Art.-Nr. 16300) · Sanitär Silikon Akemi nebel 82 (Art.-Nr. 16304)
Das ist die vom Hersteller vorgegebene Untergrenze für AKEMI® Sanitärsilicon. Sie gilt unabhängig vom Farbton. Bei tieferen Fugen sind Fugenschnüre einzulegen, um eine 3-Flankenhaftung zu vermeiden: geschlossenzellige PE-Fugenschnüre bei Feuchtraumanwendungen und im Außenbereich, ansonsten offenzellige PUR-Fugenschnüre.
Die zulässige Gesamtverformung liegt laut Technischem Merkblatt bei 20 %. Für die Ausführung heißt das: Die Fugenbreite muss sich an der erwarteten Bewegung des Bauteils orientieren. Bei 10 mm Fugenbreite stehen rechnerisch 2 mm Bewegung zur Verfügung, bei 5 mm nur 1 mm. Wird dieser Wert überschritten, ist die Fuge überlastet — unabhängig davon, wie sorgfältig sie gezogen wurde.
Haftet der Dichtstoff neben den beiden Flanken auch am Fugengrund, wird die Bewegung nicht über den freien Querschnitt aufgenommen, sondern erzeugt Spannungsspitzen. Der Hersteller schreibt deshalb zur Vermeidung einer 3-Flankenhaftung und bei tieferen Fugen ausdrücklich den Einsatz von Fugenschnüren vor.
Bei Feuchtraumanwendungen und im Außenbereich sind geschlossenzellige PE-Fugenschnüre zu verwenden, ansonsten offenzellige PUR-Fugenschnüre. Der Unterschied ist funktional: Geschlossenzelliges Polyethylen nimmt kein Wasser auf und ist verrottungsfest, offenzelliges Polyurethan nicht. Im Bad und in der Dusche ist PE deshalb die einzig richtige Wahl.