Dieser Farbton heißt steingrau. Das ist eine Farbbezeichnung, keine Anwendungsempfehlung — und genau hier passiert auf der Baustelle der Fehler, der am teuersten wird. AKEMI® Sanitärsilicon ist ausdrücklich nicht für Natur- und Kunststein geeignet. Auch nicht in steingrau.
Der Grund ist chemisch, nicht optisch: Das Produkt ist acetatvernetzend und setzt während der Aushärtung Essigsäure frei. Auf porösen, saugfähigen Untergründen droht die Randzonenverfärbung — ein dunkler Saum entlang der Fuge, der sich nicht mehr entfernen lässt.
AKEMI® Sanitärsilicon ist ein spezieller Dichtstoff für Dehnungs- und Anschlussfugen im Küchen-, Wohn- und Sanitärbereich bei keramischen Fliesen. Freigegeben für innen und außen. Ausgezeichnete und dauerhafte Haftung auf unporösen silikatischen Werkstoffen: Glas, glasierte Keramik, Fliesen, Glaskeramik, Emaille, Porzellan.
Der Hersteller ist an dieser Stelle unmissverständlich: Nicht geeignet für poröse, saugfähige Untergründe wie Natur- und Kunststein; Gefahr der Randzonenverfärbung!
Zwei Mechanismen wirken zusammen. Erstens: AKEMI® Sanitärsilicon setzt während der Aushärtung Essigsäure frei. Von einer Verwendung auf oder in der Nähe von säure- oder korrosionsempfindlichen Werkstoffen wie Eisen, Kupfer, Messing, Zink, Blei, Beton sowie kalk- oder zementhaltigen Baustoffen wird deshalb abgeraten. Marmor und Kalkstein sind kalkhaltig.
Zweitens: Ein anhaltender Kontakt mit Werkstoffen, welche wanderungsfähige Komponenten abgeben oder solche aufnehmen können, ist grundsätzlich zu vermeiden — der Hersteller nennt Naturstein hier ausdrücklich als Beispiel für die aufnehmende Seite. Der poröse Stein zieht Bestandteile aus dem Dichtstoff in die Randzone. Das Ergebnis ist sichtbar und dauerhaft.
Wo steingrau 17 richtig ist: bei keramischen Fliesen, glasierter Keramik, Klinker, Email, Glas, lackiertem Holz und Kunststoffen — also im klassischen Fliesenleger-Umfeld. Ausgezeichnete und dauerhafte Haftung erreicht das Silikon auf unporösen silikatischen Werkstoffen.
Wo es nicht hingehört: Naturstein und Kunststein jeder Art, einschließlich Komposit- und Quarzwerkstoffen. AKEMI führt für diese Untergründe eigene, neutralvernetzende Silikone — unter anderem Marmorsilicon und Steinsilicon, die ohne Verfärbung in der Kontaktzone arbeiten.
| Farbton | steingrau 17 (AKEMI Art.-Nr. 40017) |
| Gebinde | 1K-Kartusche, 310 ml |
| System | acetatvernetzend |
| Zulässige Gesamtverformung | 20 % |
| Verarbeitungstemperatur | +5 °C bis +35 °C |
| Temperaturbeständigkeit | -50 °C bis +180 °C |
| Hautbildungszeit (23 °C, 50 % RLF) | ca. 15 Minuten |
| Aushärtung (23 °C, 50 % RLF) | ca. 2 mm pro 24 Std. |
| Shore A Härte / Modul | ~22 / 0,44 N/mm² |
| Lagerung | +5 °C bis +25 °C, ungeöffnet mind. 24 Monate |
Vollständige Kennwerte, Prüfnormen und Verarbeitungshinweise: siehe Technisches Merkblatt des Herstellers.
| Fugenbreite x Fugentiefe | lfm. je Kartusche |
|---|---|
| 5 x 5 mm | 12 |
| 10 x 10 mm | 3 |
| 15 x 10 mm | 2 |
| 20 x 15 mm | 1 |
Ausführliche Gebrauchsanweisung im Technischen Merkblatt des Herstellers.
Nur für den professionellen Gebrauch. Nicht geeignet für poröse, saugfähige Untergründe wie Natur- und Kunststein — Gefahr der Randzonenverfärbung. Für Naturstein führt AKEMI eigene, neutralvernetzende Produkte.
EN 15651-3 (XS1) · EN 15651-4 (PW20LM Ext.-Int.) · GEV EMICODE® EC1PLUS · VOC Frankreich Emissionsklasse A+ · REACH-konform (EG Nr. 1907/2006) · IVD-Merkblätter 3-1 und 14.
Sanitär Silikon Akemi transparent 01 (Art.-Nr. 16255) · Sanitär Silikon Akemi weiß 02 (Art.-Nr. 16256) · Sanitär Silikon Akemi silbergrau 05 (Art.-Nr. 16259) · Sanitär Silikon Akemi blassgrau 11 (Art.-Nr. 16264) · Sanitär Silikon Akemi hellgrau 12 (Art.-Nr. 16265) · Sanitär Silikon Akemi flanellgrau 15 (Art.-Nr. 16268) · Sanitär Silikon Akemi sanitärgrau 18 (Art.-Nr. 16271) · Sanitär Silikon Akemi grau 22 (Art.-Nr. 16275) · Sanitär Silikon Akemi anthrazit 23 (Art.-Nr. 16276) · Sanitär Silikon Akemi wolkengrau 74 (Art.-Nr. 16300) · Sanitär Silikon Akemi nebel 82 (Art.-Nr. 16304)
AKEMI® Sanitärsilicon ist nicht geeignet für poröse, saugfähige Untergründe wie Natur- und Kunststein; es besteht die Gefahr der Randzonenverfärbung. Das gilt für alle Farbtöne der Serie, auch für steingrau 17. Für Naturstein bietet AKEMI eigene, neutralvernetzende Produkte an, etwa Marmorsilicon und Steinsilicon.
Der Hersteller weist darauf hin, dass ein anhaltender Kontakt mit Werkstoffen, welche wanderungsfähige Komponenten abgeben oder aufnehmen können — Naturstein wird ausdrücklich genannt — grundsätzlich zu vermeiden ist. Bei porösen, saugfähigen Untergründen besteht die Gefahr der Randzonenverfärbung. Sie tritt in der Randzone der Fuge auf und ist nicht rückgängig zu machen.
Von einer Verwendung auf oder in der Nähe von säure- oder korrosionsempfindlichen Werkstoffen wie Eisen, Kupfer, Messing, Zink, Blei, Beton sowie kalk- oder zementhaltigen Baustoffen wird abgeraten. Auch bei Kontakt mit Buntmetallen wie Kupfer oder Messing können Verfärbungen auftreten — relevant bei Armaturen und sichtbaren Leitungen.
Feinsteinzeug ist eine keramische Fliese, und genau dafür ist AKEMI® Sanitärsilicon vorgesehen: für Dehnungs- und Anschlussfugen im Küchen-, Wohn- und Sanitärbereich bei keramischen Fliesen. Eine Fliese, die aussieht wie Marmor, ist keine Marmorplatte. Bei unklaren oder unbekannten Untergründen ist laut Hersteller vorab eine Prüfung der Haftung und Verträglichkeit durchzuführen.